Ministerpräsident a. D. Lothar Späth – Okt. 2006

Ministerpräsident a. D. Lothar Späth vor Amway Geschäftspartnern:

„Deutschland braucht mehr unternehmerisches Denken“

„Unser Land braucht mehr unternehmerisches Denken und Mut zur Selbständigkeit, um die Herausforderun­gen der Zukunft zu meistern“, erklärte Ministerpräsi­dent a. D. Lothar Späth am Samstag, den 24.06.2006, anlässlich einer Veranstaltung für Amway Geschäfts­partner vor ca. 2.500 Teilnehmern. Der ehemalige Landesvater von Baden-Württemberg begrüßte die „Freude am Unternehmertum und die Lust auf Leistung“, die Menschen dazu bringe, einen neuen Start ins Berufsleben zu wagen.

Der langjährige Chef der Jenoptik sah den größten Nachholbedarf und die größten wirtschaftlichen Chancen in Deutschland im Bereich einer stärkeren Kundenorientierung. Flexibilität sei von jedem Berufs­tätigen gefragt. Man müsse sich immer wieder über­legen: „Was mache ich in meinem nächsten Lebens­abschnitt? Werde ich mir nebenberuflich etwas dazu verdienen müssen?“ Mit Blick auf die Diskussionen um die Bezahlbarkeit von Sozialleistungen rief Späth indirekt zu eigener Vorsorge auf: „Wenn Sie sich fragen, wer in Zukunft für Ihre Rente und Kranken­kasse aufkommt, verlassen Sie sich auf Adam Riese anstatt auf die Politik“.

Als ideale Gleichung für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung bezeichnet die Politiklegende folgerichtig „die Verdopplung der Unternehmer mit Ideen“ und die „Halbierung der Verwaltung“. Späth bezeichnete die Stärkung der Dienstleistung als logische Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung. Service vor Ort setze sich unabhängig vom weltweiten Preiskampf durch, führte Späth aus: „Der Wettbe­werb bei der Produktion ist nicht aufzuhalten. Aber zugleich ist doch klar, dass nicht jeden Tag Chinesen nach Deutschland fliegen können, um hier vor Ort Kunden zu beraten.“

Den Organisatoren der Veranstaltung sprach der Vollblutpolitiker aus dem Herzen: „Wir stimmen Lothar Späth 1 00%ig zu. Es zählt vor allem der richtige Unternehmergeist. Und diesen Geist finden wir bei Amway – unsere Geschäftspartner sind engagiert und tragen Verantwortung“. Mit seinen griffigen Beispielen und seiner offenen Art gewann der Ministerpräsident a. D. die Herzen der 2.500 Zuhörer. Einer der Zu­schauer fasste seine Begeisterung in bewundernde Worte: „Man spürt deutlich, dass Lothar Späth aus voller Überzeugung für ein besseres, erfolgreicheres Deutschland lebt und kämpft.“

In einem Punkt waren sich Späth und die Amway Geschäftspartner offenbar einig: Wenn es um die Zukunft geht, kann man auch mal Opfer bringen. Selbst eine Fußball-Weltmeisterschaft musste dann zurückstehen. Und so verpassten Lothar Späth und seine Zuhörer durch seine längere Redezeit und den verdienten stehenden Applaus gemeinsam die in den ersten zehn Minuten geschossenen Tore zum 2:0 von Deutschland gegen Schweden. Immerhin konnten die Amway Geschäftspartner danach auf Großbildschirmen verfolgen, wie Deutschland seinen Sieg sicherte und ins Viertelfinale einzog. Man hatte fast den Eindruck, auch hier hätte Lothar Späth, das ‚Cleverle‘, seine Finger im Spiel gehabt.

   Zur Person:

Prof. Dr. h.c. Lothar Späth war von 1978 bis 1991 Ministerpräsident von Baden-Württem­berg.

1991 wechselte er in die Privatwirtschaft und übernahm die Geschäftsführung der Jenoptik GmbH.

Seit 2005 ist Lothar Späth Vorsitzender der Geschäftsführung der Merill Lynch Management GmbH für Deutschland und Österreich.

 

 

 

Anszug aus Amagram Oktober 2006